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  • Beitrag zuletzt geändert am:24. April 2020
Home Office Möglichkeiten mit Siemens NX
Home Office Möglichkeiten mit Siemens NX

Arbeiten im Home Office ist in der IT- Branche schon seit längere Zeiten üblich. Aber auch im Maschinenbauso wie auch Vorschung und Entwicklung können dank digitaler Prozesse viele Aufgaben am Heimarbeitsplatz 100 % erledigt werden. Ivan Venkov, GF von Innovative Antriebssysteme EOOD aus Bulgarien, gibt Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ingeneuraufgaben, die mit CAD Konstruktion mit Siemens NX verbunden sind erfolgreich nutzen können. Denn die CAD/CAM-Software ist ja für kollaboratives Arbeiten angedacht.

Woran Sie zuerst denken sollten: Lizenzen?

Zuerst benötigen Sie für das Home Office die passenden Siemens NX Nutzungsrechte. Hierbei unterstützen wir Sie während der Corona-Krise – wir besitzen Lizenz für Siemens NX9 und Sie können mit uns problemlos Daten austauschen. Wie immer, wenn Sie Unternehmensdaten von außen zugänglich machen, sollten Sie durch eine sinnvolle Rechtevergabe regeln, welcher Mitarbeiter welche Daten sehen und bearbeiten darf.

Option 1: Daten könnenn lokal abgespeichert und zwischen Home Office und Ihrem Unternehmen vie den gängligen Kanällen austauscht werden

Die  NX Software läuft lokal auf dem Rechner im Home Office und die Konstruktionsdaten liegen auch dort. Die Daten werden zwischen Unternehmen und Home Office über E-Mail oder einen anderen Dateiaustauschdienst hin- und hergeschickt.

Vorteil: Keine Infrastruktur zum Datenaustausch im Unternehmen notwendig.

Nachteil:Die Daten werden doppelt gehalten – im Unternehmen und im Home Office. Es könnte zu unnötigen Abstimmungsschleifen kommen bei der Frage, wo gerade die aktuelle Version liegt. Der Datenaustausch birgt ein gewisses Sicherheitsrisiko, sofern die E-Mails nicht zusätzlich verschlüsselt werden.

Option 2: Datenübertragung durch VPN oder gehosteten PDM-Server

Bei der Datenübertragung über VPN läuft NX lokal im Home Office, greift aber auf Daten im Unternehmen zu. In diesem Fall muss der Rechner im Home Office über eine gesicherte Verbindung (VPN) mit dem Unternehmen verbunden werden. Dabei sollten Sie darauf achten, dass sowohl im Unternehmen als auch im Home Office eine leistungsfähige Internetverbindung besteht. Es ist wichtig, dass die Latenzzeit (Ping-Zeit) gering ist und dass die Internetzugänge zuhause zwar im Download recht schnell, im Upload (also beim Senden von Daten an das Unternehmen) deutlich langsamer sind. Hat das Unternehmen nun ebenfalls einen solchen asymmetrischen Internetzugang, so ist auch die Datenrate beim Download begrenzt dadurch, wie schnell der Internetzugang des Unternehmens Daten senden kann.

Vorteil: Die Daten bleiben im Unternehmen und werden nur einmal gehalten.

Nachteil: VPN-Zugänge müssen extra eingerichtet werden und je nach Leistungsfähigkeit der Internetzugänge zuhause und im Unternehmen ist die Datenverbindung langsam.

Einen gehosteten PDM Server zu nutzen, stellt eine weitere Möglichkeit der Datenübertragung dar: Der Server für das Produktdatenmanagement (PDM) steht in einem Rechenzentrum mit leistungsfähiger Internetanbindung und kann über gesicherte Verbindungen von beliebigen Orten erreicht werden.

Vorteil: Die Daten liegen zentral auf einem PDM-Server sowie die Download-Geschwindigkeit vom Server hoch ist.

Nachteil: Je nach Leistungsfähigkeit des Internetzugangs im Home Office ist aber die Upload-Geschwindigkeit gering.

Option 3: Remote Desktop und komplett gehostete Workstations

Beim Remote Desktop bleiben die Software und die Datenhaltung zentral im Unternehmen. Es wird von außen eine Remote-Verbindung aufgebaut. Hierfür gibt es mehrere Protokolle wie Windows Remote Desktop oder VNC, aber auch komplexe VDI-Lösungen  wie diese von Citrix oder Teradici. Dabei werden lediglich Pixel ausgetauscht und die kompletten Konstruktionsdaten verlassen den Unternehmensserver nicht. Dieses Vorgehen ist für das Home Office sehr effizient.

Vorteil: Die Performance ist sehr gut. Die Konstruktionsdaten bleiben auf dem Unternehmensserver.

Nachteil: Die Lösung muss bereits im Vorfeld aufgesetzt werden. Sie eignet sich also nicht als Spontanlösung.

Noch weiter geht die folgende Lösung: Die Daten und Anwendungen werden komplett auf Workstations in einem Rechenzentrum gehostet. Mit einer Client-Anwendung oder einem einfachen Webbrowser greifen Sie von überall auf die Daten zu.

Vorteil: Die Performance ist mittlerweile sehr gut und es kann überall gearbeitet werden – auch außerhalb des Home Office.

Nachteil: Die Daten müssen ausgelagert werden, was viele Unternehmen bei sensiblen Daten nur ungern tun.

Haben Sie bereits ausprobiert, mit einer CAD-CAM- Software im Home Office zu arbeiten? Welche Vorgehensweise bevorzugen Sie? Kennen Sie auch anderen Möglichkeiten? Oder stehen Sie kurz vor der Entscheidung? Wir erwarten Ihre Kommentare zu dem Thema!

Bild InnoDriveSys Ivan Venkov
zum Projektportfolio InnoDriveSys

 

admin

Ivan Venkov, Dipl.-Ing. Maschinenbau KIT, sehr gute Kenntnisse in MS-Office, CAD mit SIEMENS NX

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